Wir möchten uns heute einem Thema widmen, dass den Online-Marketern definitiv ein Begriff sein sollte, die Rede ist von Nischenseiten. In unserem heutigen Blogartikel möchten wir der Frage nachgehen, ob Nischenseiten eigentlich noch ein sinnvolles Geschäftsmodell für ein Internet -Business sind oder nicht. Wir wünschen euch wie immer viel Spaß beim Lesen!

Was sind Nischenseiten?

Zunächst einmal möchten wir kurz erklären, was man unter dem Begriff „Nischenseite“ bzw. Nischenmarketing versteht. Nischenseiten gehören zu dem Geschäftsmodell des Affiliate Marketings. Affiliate Marketing? Was ist denn das? Keine Sorge, selbstverständlich erklären wir auch diesen Begriff. Affiliate Marketing ist eigentlich nichts anderes als ein Vermittlungsgeschäft auf Provisionsbasis. In der realen Welt kann man dieses Geschäftsmodell mit dem Vertrieb von Versicherungsprodukten vergleichen. Ein Versicherungsvertreter erhält in der Regel für den Abschluss eines Versicherungsvertrags eine Provision, weil er nämlich das Produkt seiner Versicherung vermittelt hat. Im Online Marketing Bereich erhält ein „Affiliate“ (Bewerber oder Vermittler) ebenfalls eine Provision für die Vermittlung eines Produkts. Ob digitale Produkte (Online-Kurse, E-Books) oder auch Seminare, Coachings oder physische Produkte (Mikrowelle, Waschmaschine etc.) , es gibt keine Grenzen für das Affiliate Marketing. Es gibt in diesem Bereich unzählige Online-Marketer, die mit diesem Businessmodell ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber was genau sind jetzt Nischenseiten? Nischenseiten, wie der Name schon sagt, beziehen sich auf einen Nischenmarkt. Also einem Markt, indem es eine sehr geringe Konkurrenz gibt, aber die Nachfrage extrem hoch ist. In der Regel konzentriert sich eine Nischenseite immer auf eine Produktkategorie, z.B. Akku-Bohrmaschinen. Nischenseiten werden überwiegend zum Bewerben von physischen Produkten (Fernseher, Kaffeemaschine etc.) eingesetzt. Über Plattformen wie Amazon, Ebay und Co. erhalten die Nischen-Marketer, die Produkte die sie durch das Affiliate Programm der oben genannten Anbieter bewerben können. Je nach Produktkategorie können da schon mal bis zu 10 % Provision pro Verkauf entstehen.

Wir haben gelernt: Nischenseiten sind Vermittlungs- bzw. Bewerbungsplattformen von physischen Produkten.

Nischenseiten Erstellung

Sind den jetzt eigentlich Nischenseiten tot?

Nun wollen wir uns jetzt einmal der Frage des Blogartikels widmen. Sind Nischenseiten jetzt tot, ja oder nein? Und wir können diese Frage mit einem nein, ABER… nur beantworten. Nischenseiten haben immer noch ihre verdiente Berechtigung als Businessmodell im Online Marketing-Bereich, allerdings sollte man sich vorab einiges bewusst sein, bevor man sich dazu entscheidet Nischenseiten aufzubauen.

Die Off-Page Optimierung

Um langfristig erfolgreich mit seiner Website oder Nischenseite bei Google zu ranken ist eine gut durchdachte Off-Page Optimierungsstrategie unerlässlich. Zu den Off-Page Maßnahmen gehört ein sehr gutes Linkbuilding. Wie wir bereits in unserem Artikel SEO Trends 2018 erfahren haben, ist das Setzen von qualitativ hochwertigen Backlinks nach wie vor ein wichtiger Rankingfaktor bei Google. Der Aufbau eines hochwertigen Backlinkprofils bedarf sehr viel Zeit und Geduld. Um bei einem bestimmten Keyword, z.B. Mikrowelle ganz oben bei Google mit seiner Nischenwebsite zu landen, muss man also sich sehr gute Backlinkquellen aussuchen. Es reicht heutzutage nicht mehr aus in unzähligen Webkatalogen oder Bookmarks mal eben ein Backlink zu setzen.

Das heißt: Man muss sich bewusst machen, dass man bei dem Aufbau von Nischenwebsites meistens nicht nur eine sondern mehrere Seiten aufbauen muss, um damit Geld zu verdienen. Somit bedeutet das, dass man sich sehr viel Zeit für das Linkbuilding nehmen muss, denn ein Content Backlink oder Forenbacklink ist nicht mal eben so gesetzt.

Die hohe Konkurrenz

Schon lange ist das Thema Nischenseiten kein Geheimnis mehr. Unglaublich viele Online-Marketer sind in den letzten Jahren auf diesen Zug aufgesprungen. Nach unseren Recherchen ist die Konkurrenz bei Nischenseiten im Online-Marketing Bereich am Größten.

Das heißt: Das klingt jetzt vielleicht hart, aber es gibt keine richtigen „Nischen“ mehr im Internet. Zu jedem physischen Produkt das man bei Amazon oder auch Ebay bewerben kann, gibt es eine Nischenseite. Man muss sich also in diesem Fall auch bewusst machen, dass man bei Nischenwebsites definitiv, egal bei welchem Produkt auf Konkurrenz stoßen wird. Je nach Produktkategorie existiert bereits schon ein regelrechter Kampf, um die ersten Plätze bei Google.

Fake-Tests

Für uns der größte Nachteil von Nischenseiten. Es ist leider sehr häufig dazu gekommen, dass viele Nischenwebsite-Betreiber Erfahrungsberichte, Bewertungen oder auch Testberichte zu Produkten verfasst haben, die sie nicht getestet haben. Das ist Betrug und genau aus diesem Grund wurden sehr viele Online-Marketer mit ihren Seiten abgemahnt und das auch mit Recht!

Das heißt: Wer sich für Nischenseiten als Online-Business entscheidet, sollte niemals auf die Idee kommen und Fake-Tests entwerfen, damit läuft man nur Gefahr abgemahnt zu werden. Also am besten gleich die Produkte kaufen und ausgiebig testen. So ist man rechtlich definitiv auf der richtigen Seite.

Der hohe Aufwand

Wie bereits aus den Off-Page Optimierungen hervorging, ist der Aufbau von Nischenseiten mit enorm viel Arbeit verbunden. Nicht nur das Linkbuilding sondern auch das Verfassen von hochwertigen Content und einer ansprechenden Website gehören dazu. Für die meisten Online-Marketer, die bereits ihre Erfahrungen mit dem Webdesign und Content Marketing gemacht haben, sollten damit keine Probleme haben. Allerdings raten wir Einsteigern dieses Onlinegeschäft ab, da ein Vollblutanfänger einfach viel zu viel Zeit in das nötige Wissen (Affliate Marketing, Webdesign, Content Marketing) stecken muss, um im Nischenmarketing eine reale Chance zu haben.

Das heißt: Selbsteinschätzung ist hier gefragt. Bin ich wirklich bereit dafür mir die Zeit frei zu schaufeln, um mich in diesem Bereich zu etablieren? Schaffe ich das überhaupt alleine ohne Hilfe, denn schließlich habe ich ja auch nur 24 Stunden am Tag. Wenn man sich nicht sicher ist, ob dieses Geschäftsmodell das richtige für einen ist, dann sollte man auch die Finger davon lassen. Es gibt gibt genug andere Businessmodelle, die wesentlich einsteigerfreundlicher sind.

Der Content

Content ist und bleibt das A und O im SEO. Dabei ist es enorm wichtig, dass man hochwertigen Content liefert, womit man einen Mehrwert für seine Leser schafft. Eine ausgiebige Recherche und Vorbereitung sind daher unerlässlich für guten Content. Das wissen auch die anderen Online-Marketer und genau aus diesem Grund bieten sie auch ihren Lesern einen enormen Mehrwert mit ausführlichen Berichten zu den ausgewählten Produkten an. Erfahrungsberichte sind daher sehr häufig weit über 2000 Wörter lang.

Das heißt: Wenn man eh schon nicht gerne schreibt und zudem unter Umständen sich noch mit einem Thema beschäftigen muss, dass einem nicht interessiert, ist das nicht gerade motivierend. Dies kann dazu führen, dass die Qualität des Content leiden kann.

Die Kosten

Die Kosten sollte man auch bei Nischenseiten nicht unter den Teppich kehren. Auch wenn die Kosten in der Regel gering ausfallen, sollte man diese trotz alledem erwähnen. Zum einen wäre einmal das Hosting der Website ein Kostenpunkt. In der Regel bekommt man schon sehr gute Hostingangebote für wenige Euros im Monat. Neben dem Hosting sollte man sich auch für ein Theme, sofern man sich für das Content-Management-System WordPress entscheidet, aussuchen. Zu guter Letzt sollte man ein Programm / Tool sich anschaffen, dass eine problemlose Schnittstelle von der Nischenwebsite zu der gewünschten Plattform (bsp. Amazon) schafft.

Das heißt: Je nach Theme und Schnittstellen-Software können bereits am Anfang schon mehrere hundert Euro für den Aufbau einer Nischenwebsite zusammenkommen. Somit muss man erst einmal dafür sorgen, dass man die Ausgaben mit der Seite wieder einfährt und das ist weitaus schwerer als man sich vorstellen kann.

Nischenseiten als Investment

Fazit 

Ja, man kann mit Nischenwebsites Geld verdienen. Allerdings sollte man sich ein Pool aus mehreren Seiten aufbauen, da eine einzige Seite meistens nicht genug Geld abwirft um damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Und genau da ist der Knackpunkt, denn eine einzelne Person ist meistens nicht alleine in der Lage mehrere Websites parallel aufzubauen. Außerdem ist die Erstellung von einzigartigen und hochwertigen Content unfassbar wichtig. Wem das nicht bewusst ist, der kann gleich seine Sachen packen, denn mit halbherzigen niedergeschriebenen Erfahrungsberichten wird man niemals erfolgreich mit seiner Nischenseite werden. Wer im Internet seine Brötchen mit dem Aufbau von Nischenseiten verdienen möchte, muss sehr viel Geduld mitbringen. Nach unseren Erfahrungen in diesem Bereich, generieren die ersten Seiten erst in 3-4 Monaten konstant Einnahmen.

Wir hoffen, wir konnten euch einen kleinen Einblick in die Welt des Nischemarketings geben. Wenn ihr Fragen oder Anregungen an uns habt, dann schreibt sie doch einfach in die Kommentare. Wir freuen uns über eure Nachrichten.

Pascal von Online Empire

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